Holding-Konstruktionen

Seit Anfang der achtziger Jahre sind für die Aufbauorganisation von Versicherungskonzernen Holding- Konstruktionen weit verbreitet.

In ihrer Einführung wurde die Chance gesehen und z.T. ursprünglich auch genutzt durch das unternehmensübergreifende Zusammenfassen betrieblicher Funktionen und Verantwortungsbereiche die Kosteneffizienz zu erhöhen sowie Kompetenzen zu bündeln und auszubauen. Dieser prinzipielle Vorteil kann jedoch im Laufe der Jahre immer mehr zum Nachteil werden, wenn Holdinggesellschaften zunehmend „Eigendynamik“ entwickeln. Ausufernde Controlling-Anforderungen gepaart mit filigranen Kosten- und Leistungsverrechnungen, Zersplitterungen von Verantwortlichkeiten mit umfangreichen Abstimmungsprozessen und Entscheidungsträgheiten, Personalzubau an den Funktionsschnittstellen der am Markt operierenden Unternehmen, inflationäre Projektkataloge für häufig nicht mit der eigentlichen Marktleistung und Wertschöpfung in Zusammenhang stehende Bereiche und Themen können dann die Folge sein.

Nach gut zwei Jahrzehnten ist es an der Zeit den Ansatz, der für mehr Stringenz und Effizienz in den Unternehmensgruppen sorgen wollte, auf eben diese Zielsetzung hin selbst zu untersuchen.